Achtsamkeit im Alltag – EINIGE ERPROBTE TIPPS

Der Atem als Verbündeter

Eine durchaus interessante Sache ist, sich morgens nach dem Aufwachen, abends vor dem Einschlafen und auch unter Tags, in aller Kürze, dem Atem-Geschehen zuzuwenden. Dabei verbindet man sich bewusst mit der eigenen Lebendigkeit und verankert sich in der Gegenwart, die ja bekanntlich die einzige Zeit ist in der wir dabei sind zu leben.
Ich habe gar nicht gewusst wie viele verschiedene Atemgefühle ich haben kann. Präzise geben sie mir Auskunft über meine Befindlichkeit.

Fragen in Sachen Selbstfürsorge

Die Fragen: „Wie bin ich gerade da? Was würde mir jetzt gut tun?“ dürfen und sollen auch im Alltag gestellt werden. Ich kann mich erinnern wie ich früher regelmäßig vergessen habe zu trinken, weil ich den Durst arbeitseifrig übergangen habe.

Achtsamkeitsglocken

Vogelstimmen, Kirchenglocken, Autohupen und auch andere Geräusche können zu Achtsamkeitsglocken im Alltag erklärt werden. Bewusstes, wertfreies Hören lässt in die „Symphonie des Augenblicks“ eintauchen.

Echte Pausen halten

Ich empfehle weiteres Pausen, die sich im Alltag zwangsläufig ergeben, zu „echten Pausen“ werden zu lassen. Das bedeutet nichts zu unternehmen um solche Lücken gleich mit Handyaktivitäten, oder sonstigem Tun zu füllen. So lassen sich etwa Busfahrten, oder das Stehen in Warteschlangen nutzen um zu entspannen und die Wahrnehmung auszudehnen.

Anspannung aufspüren und lösen

Bei Autofahrten kann man zum Beispiel versuchen bewusst auf Beschallung zu verzichten und sich der Wetterbeobachtung oder der gegenwärtigen Atmosphäre zuzuwenden.
Satt sich gedanklich während des Autofahrens mit planen oder erinnern zu beschäftigen, kann ich folgende Achtsamkeitsübung empfehlen:

Beobachte wie du z.B. das Lenkrad hältst. Dann frage dich: „Ist es wirklich notwendig das Lenkrad so fest zu umklammern? Muss ich beim Autofahren meine Schultern hochziehen, den Kiefer anspannen, die Stirn in Falten legen? Kannst du diese  Fragen mit „Nein“ beantworten, so kannst du dir erlauben unnötige Anspannung im Körper zu lösen.
Diese kleine Übung lässt sich freilich auch bei anderen Gelegenheiten durchführen. Ich habe gestaunt wie viele Anspannungen ich immer wieder mit mir herum trage. Es ist wohltuend diese vorzugsweise mit der Ausatmung, zu lösen.

Sich ganz einlassen

Für viele hilfreich sind auch Meditation Apps. Die beliebteste App im deutschen Raum ist „7 Mind Meditation & Achtsamkeit“.
Ich selbst benutze solche nicht, komme gut mit all der sinnlichen Fülle aus, die sich mir bietet. Denn schließlich kann jede sinnliche Wahrnehmung zur Achtsamkeit führen, wenn man sich einmal entschlossen hat diesen Weg zu gehen.
In diesem Sinne ist es keine Zeitverschwendung, wenn man beobachtet wie eine Fliege am Tellerrand entlang spaziert oder wie sich eine Katze in der Sonne räkelt.

Dieses „sich ganz einlassen“ muss wieder erlernt und geübt werden. Viel über Stressvermeidung gelesen zu haben oder zu wissen ist nicht ausreichend, es geht ums ERLEBEN.

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